ORIENTALISCHES FESTIVAL
Tanz-Botschafterin
Altenkessel. Für Fatima Serin ist der orientalische Tanz „ein Kulturgut". Niemand beweist diese These besser als sie selbst, wenn sie auf der Bühne steht. Kraftvoll und elegant sind ihre Bewegungen, pure Energie. Davon hat die zierliche Frau, die im Südosten der Türkei geboren wurde, auch im Alltag genug. Seit 25 Jahren lebt Fatima Serin in Deutschland, 1990 kam sie ins Saarland. Sie unterrichtet hier in vier Tanzschulen. Unzähligen Schülerinnen hat sie gezeigt, dass Bauchtanz mehr ist als Kneipenunterhaltung.
Vier ihrer Tanzgruppen fiebern schon dem 19. März entgegen. Das ist der Tag des großen Merhaba-Tanzfestivals in der Waldorfschule in Altenkessel, bei dem sie zeigen dürfen, was ihre Lehrerin ihnen beigebracht hat. Fatima Serin organisiert es zum zwölften Mal, ganz allein. Sie ist so etwas wie eine Botschafterin des orientalischen Tanzes im Saarland geworden. Ihre internationalen Kontakte nutzt sie, um jedes Mal ein anspruchsvolles dreistündiges Programm auf die Beine zu stellen. „Ich will das Image des Bauchtanzes verbessern, indem ich den Leuten etwas biete. Sie sollen sehen, wie ästhetisch er ist, was für tolle Tänzer es gibt", sagt Fatima.
„Merhaba" heißt „Willkommen", und wird im Türkischen, Persischen und im Arabischen gleichermaßen verstanden. So heißt das Festival, so begrüßt Fatima ihre Gäste. Zum Beispiel Liza Laziza aus Kairo. Fatima Serin hat die Kollegin 2001 bei einem Engagement in der ägyptischen Hauptstadt kennengelernt. Vor zwei Jahren war Liza schon einmal bei Fatimas Festival dabei - und begeisterte die Zuschauer. Karine aus Riga traf Fatima bei einem Tanzfestival im finnischen Turku. „Mit ihrem märchenhaften und fantasievollen Tanzstil bringt sie Abwechslung ins Programm. Sie ist jung, hat aber schon eine Super-Ausstrahlung", schwärmt Fatima. Die deutsche Kollegin Danyela, die in Kaiserslautern lebt, bringt westliche Fantasie in den Orient-Tanz ein.
Für Live-Musik sorgt eine Band, deren Mitglieder aus Ägypten, Jordanien, Palästina und dem Libanon stammen. Zusammengefunden haben die Musiker allerdings inDeutschland, denn sie leben inzwischen alle im Raum Frankfurt, Wiesbaden, Heidelberg. Schließlich zeigt ein männlicher Überraschungsgast, was das starke Geschlecht im orientalischen Tanz zu bieten hat.















