Fatima Serin - Presse
Rheinpfalz 28. Februar 2005

Tänze aus 1001 Nacht

Orientalischer Abend

Von unserem Mitarbeiter Walter Falk

Knisternde Erotik am frühen Freitagabend in der Landstuhler Stadthalle: Rund 300 Besucher, davon mehr Frauen, waren begeistert vom bunten orientalischen Abend mit Tänzen wie aus „1001 Nacht". Ein schillerndes Programm hatte Fatima Serin, die künstlerische Leiterin, zusammengestellt. Die Kurdin, die in Saarbrücken als Tänzerin, Lehrerin und Choreographin für orientalischen Tanz (Bauchtanz) tätig ist, kann auf eine zehnjährige Erfahrung zurück blicken.

Ohne Zweifel war Fatima auch der Star des Abends. Ihr „Leuchtertanz" verlangt unglaubliche Körperbeherrschung und Balance. Vor allem aber faszinierte sie mit ihrer Ausstrahlung und ihrer außerordentlichen Anmut. Beweglich ist sie wie eine Schlange, zeigt einzigartige Techniken und Bewegungen. Auch mit ihrem „orientalischen Tanz" und besonders mit dem historischen Schleiertanz, dem „Tanz der Salome", löste sie die Begeisterung der Zuschauer aus.

Faszinieren konnte auch Djamila mit ihrer außergewöhnlichen Beweglichkeit. Da paarten sich Eleganz und Exotik, denn schwebend leicht wie eine Schneeflocke demonstrierte die Frankfurterin ihre Dreher und Hüftschwünge. Und selbst wenn sie zusammenklappte wie ein Klappmesser vibrierte der Unterleib präzise im Per-cussion-Rhythmus der Liveband.

Mit schlangenartigen Bewegungen konnten auch Ayun und Magdy sowie Dünjya gefallen. Mit Leidenschaft bei der Sache waren die Tanzgruppen „Ba-nat al Halawa" (den „Süßen Mädchen") und „Banat al Amar („Die Mädchen des Mondes"). In original saudiarabische Gewänder (die „Abayan") gehüllt mit traumhaften Farben und Ornamenten, schwangen sie Kopf und Oberkörper nach einer Choreographie von Fatima Serin. Mag orientalische Musik für europäische Ohren eintönig klingen, so ging doch von dem Ensemble AI Sharq, geleitet von Ibrahim Abu Hassam, große Faszination aus.